Aldi, Lidl & Rewe Angebote: Rezepte für diese Woche (2026)
Warum solltest du aus dem Prospekt kochen statt Rezepte zuerst auszusuchen?
Die meisten planen so: erst Rezepte aussuchen, dann Zutaten kaufen – egal, was sie gerade kosten. Damit zahlst du für jede Zutat den Zufallspreis der Woche. Drehst du die Reihenfolge um, wird der Prospekt zur Einkaufsliste: Du schaust zuerst, was diese Woche günstig ist, und baust deine Gerichte darum herum.
Der größte Hebel liegt beim Eiweiß. Fleisch, Fisch und Milchprodukte sind in einem typischen Wocheneinkauf der teuerste Einzelposten – und genau diese Artikel rotieren ständig durch die Angebote. Hähnchenbrust kostet in der Aktion 5–7 € pro Kilo statt 9–11 €, Hackfleisch 4–6 € statt 7–9 €. Wer nur diese zwei Positionen konsequent aus dem Prospekt kauft, spart schnell 5–8 € pro Woche, ohne ein einziges Gericht zu streichen.
Die Methode in einem Satz: Wähle zwei bis drei Eiweiß-Angebote als Anker, ergänze Gemüse aus der Aktion und fülle mit dauerhaft günstigen Sattmachern wie Nudeln, Reis, Kartoffeln und Eiern auf.
Wie funktionieren die Angebotszyklen von Aldi, Lidl und Rewe?
Alle drei Ketten arbeiten mit einer festen Wochenlogik – wer sie kennt, plant automatisch günstiger:
- Aldi (Nord und Süd): Neue Angebote starten montags, eine zweite Welle folgt donnerstags. Der Prospekt für die kommende Woche steht meist schon am Wochenende online.
- Lidl: Gleiche Logik – Hauptwechsel am Montag, dazu „ab Donnerstag“-Angebote für das Wochenende, oft mit den besten Fleisch- und Frischepreisen. Der Prospekt liegt in der Regel ab Samstag vor.
- Rewe: Die Angebotswoche läuft von Montag bis Samstag, der Prospekt erscheint sonntags oder montags. Wichtig: Rewe druckt regionale Ausgaben – die Angebote können sich je nach Wohnort unterscheiden.
Daraus ergeben sich zwei sinnvolle Einkaufstage: Montag für die Wochenangebote und Donnerstag, wenn du die frischen „ab Do“-Aktionen mitnehmen willst. Und ein fester Planungstermin: Sonntagabend, wenn alle neuen Prospekte online sind, die Woche aber noch nicht begonnen hat.
Beachte außerdem: Frischeangebote wie Fleisch, Obst und Gemüse gelten oft nur wenige Tage oder „solange der Vorrat reicht“. Wer erst Freitagabend kommt, findet die beworbene Hähnchenbrust nicht mehr unbedingt im Regal.
Wie plane ich meine Rezepte konkret aus den Angeboten?
- Sonntagabend Prospekte prüfen. Zehn Minuten reichen: Aldi, Lidl und Rewe durchblättern und alles markieren, was deutlich unter dem üblichen Kilopreis liegt.
- Zwei bis drei Eiweiß-Anker wählen. Zum Beispiel 1 kg Hähnchenbrust und 800 g Hackfleisch. Jeder Anker trägt zwei Gerichte, wenn du die Packung teilst.
- Gemüse aus der Aktion dazulegen. Paprika, Zucchini, Kohl – was gerade günstig ist, bestimmt die Beilage, nicht das Rezept.
- Mit dem Vorrat auffüllen. Nudeln, Reis, Kartoffeln, Eier, Quark und passierte Tomaten sind auch ohne Aktion günstig und machen aus jedem Angebot ein fertiges Gericht.
- Erst jetzt Rezepte zuordnen. Aus „Hähnchen + Paprika + Reis“ wird eine Pfanne, aus „Hack + Tomaten + Nudeln“ eine Bolognese. Du brauchst keine neuen Rezepte – nur die Reihenfolge der Entscheidung dreht sich um.
Halte dich dabei an maximal zwei Märkte pro Woche. Jede zusätzliche Filiale kostet Zeit und Spritgeld und frisst die Ersparnis wieder auf. Sinnvoll ist die Aufteilung nach Stärken: den Grundeinkauf beim Discounter, dazu gezielt die zwei, drei besten Aktionen des Vollsortimenters – oder eben andersherum, je nachdem, wo die Anker-Angebote laufen.
Rechenbeispiel: Was kostet eine Woche aus typischen Angeboten?
So sieht eine Beispielwoche für zwei Personen aus – sieben Abendessen, geplant aus typischen Angebotspreisen von Aldi, Lidl und Rewe (Stand 2026):
| Produkt | Menge | Preis | Reicht für |
|---|---|---|---|
| Hähnchenbrust (Aktion, 5,90 €/kg) | 1 kg | 5,90 € | Curry + Hähnchen-Paprika-Pfanne |
| Gemischtes Hackfleisch (Aktion, 4,99 €/kg) | 800 g | 3,99 € | Bolognese + Frikadellen |
| Eier, 10 Stück | 1 Packung | 2,29 € | Shakshuka + Frikadellen |
| Magerquark, 500 g | 2 Becher | 1,98 € | Quark-Soße + Auflauf |
| Nudeln, 500 g | 2 Packungen | 1,58 € | 2 Gerichte |
| Reis, 1 kg | 1 Packung | 1,49 € | 2 Gerichte |
| Kartoffeln, 2,5 kg (Aktion) | 1 Netz | 2,49 € | 3 Gerichte |
| Passierte Tomaten | 2 Packungen | 1,58 € | Bolognese + Shakshuka |
| Paprika, 500 g (Aktion) | 1 Packung | 1,79 € | Pfanne + Shakshuka |
| Zucchini | 2 Stück | 1,49 € | Pfanne + Curry |
| TK-Spinat, 450 g | 1 Packung | 1,19 € | Auflauf + Quark-Soße |
| Zwiebeln, 1 kg | 1 Netz | 1,29 € | alle Gerichte |
| Geriebener Käse | 1 Packung | 1,99 € | Auflauf + Nudeln |
| Butter, 250 g (Aktion) | 1 Stück | 1,99 € | zum Braten + Auflauf |
| Summe | 31,04 € | 7 Abendessen / 14 Portionen |
Rund 31 € für sieben Abendessen zu zweit – etwa 2,20 € pro Portion. Daraus werden zum Beispiel: Bolognese, Hähnchencurry mit Reis, Frikadellen mit Kartoffeln, Shakshuka, Hähnchen-Paprika-Pfanne, Kartoffel-Spinat-Auflauf und Nudeln mit Spinat-Quark-Soße.
Zum Vergleich: Dieselben Zutaten zum Normalpreis – Hähnchen für 9,90 €, Hackfleisch für rund 6 €, Gemüse und Butter ohne Aktion – kosten knapp 40 €. Die Angebotsplanung spart in dieser Woche also rund 9 € oder gut 20 %, in Wochen mit starken Aktionen auch mehr.
Was mache ich, wenn die Angebote in einer Woche nichts hergeben?
Nicht jede Woche liefert ein Traum-Angebot. Dann greifen vier Ausweichstrategien:
- Eigenmarken statt Aktion: Die günstigste Eigenmarke liegt oft nur knapp über dem Aktionspreis der Markenware. Vergleiche immer den Grundpreis pro Kilo am Regal, nicht den Packungspreis.
- Tiefkühlregal nutzen: TK-Gemüse ist meist günstiger als frisches, verdirbt nicht und lässt sich ohne Angebotsdruck planen. Nährstofflich steht es frischer Ware kaum nach.
- Vorrat rotieren: Kaufe in starken Wochen doppelt und friere die Hälfte ein. Dann kochst du in schwachen Wochen aus dem eigenen „Angebotslager“ statt zum Normalpreis.
- Eiweiß aus dem Grundsortiment: Eier (10 Stück rund 2,30 €), Magerquark (500 g rund 1 €) und getrocknete Hülsenfrüchte schlagen preislich fast jedes Fleischangebot – zwei fleischfreie Tage pro Woche entlasten das Budget spürbar.
Faustregel: Ein Angebot lohnt sich nur, wenn du das Produkt ohnehin gegessen hättest. Ein „Schnäppchen“, das du sonst nie kaufst, ist keine Ersparnis, sondern eine Zusatzausgabe.
Häufige Fragen
Wo finde ich die aktuellen Prospekte von Aldi, Lidl und Rewe?
In den Apps und auf den Webseiten der Ketten – dort erscheinen die Prospekte meist schon am Samstag oder Sonntag vor Angebotsstart. Sammel-Apps wie kaufDA oder Marktguru bündeln alle Prospekte an einem Ort. Der Papierprospekt im Briefkasten kommt oft erst, wenn die Angebote schon laufen.
Warum sehe ich bei Rewe andere Angebote als Bekannte in einer anderen Stadt?
Rewe und auch Edeka arbeiten mit regionalen Prospektausgaben: Je nach Region unterscheiden sich Preise und teilweise sogar die beworbenen Produkte. Verbindlich ist immer der Prospekt für deine Postleitzahl beziehungsweise deinen Markt. In der App oder auf der Webseite wählst du dafür deinen Heimatmarkt aus.
Wie lange kann ich Angebotsfleisch einfrieren?
Hähnchenbrust hält sich bei −18 °C etwa 8 bis 10 Monate, Hackfleisch wegen der großen Oberfläche nur 1 bis 3 Monate. Friere Fleisch am Kauftag portionsweise ein und beschrifte es mit Datum. So kannst du ein starkes Angebot auch dann mitnehmen, wenn du es erst in zwei Wochen kochst.
Lohnt es sich, für Angebote zu mehreren Supermärkten zu fahren?
Meist nur, wenn die Märkte ohnehin auf deinem Weg liegen. Ein Umweg von wenigen Kilometern kostet schnell 1–2 € Sprit plus Zeit und frisst die Ersparnis eines einzelnen Angebots wieder auf. Zwei Märkte pro Woche sind ein guter Kompromiss – mehr rechnet sich selten.
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